20 Jahre Tango im Café ADA

Ein ganzes Jahr 2016 lang feiert das Café ADA den Tango und seine Tänzer

20 Jahre ist es her, dass der argentinische Tango Einzug in Wuppertal gehalten hat. Das Café ADA als Geburtsstätte des Tangos in Wuppertal nimmt dies zum Anlass, dem argentinischen Tango ein ganzes Jahr zu widmen. Der Auftakt, am 17.Mai, ist eine Konzert-Milonga mit „La Juan D’Arienzo Orchestra“* und DJ Jose Santos Torres jeweils aus Buenos Aires (Milonga = Tango-Tanzveranstaltung;) und eine Tanz-Show (Tänzer: Solange Chapperon und Cesar Spengler).

Das La Juan D’Arienzo Orchester besteht aus 10 Musiker (4 Bandoneon), die ganz in der Tradition des großen Musiker und Komponisten Juan D’Arienzo spielen aber die Werke auch neu zu interpretieren wissen.

Zudem sind Workshops mit ehemaligen Lehrern des Cafe Ada’s (16-17. Mai) geplant: Solage Chapperon und Cesar Spengler, beide aus Argentinien, haben langjährig den Tango begeisterten Schülern aus Wuppertal und Umgebung den Tango-Argentino ans Herz legen können.

Das ist erst der Anfang einer Reihe von Sonderveranstaltungen, die das Café ADA im Jahr 2016 rund um den leidenschaftlichen Tanz geplant hat. Eine nächste Konzert-Milonga, ist schon im Juni (28.06.) geplant, mit einem jungen lebendigen Orchester „Amores Tango“ ,ebenfalls aus Buenos Aires. Amores Tango haben noch im Februar diesen Jahres eine private Show für die Rolling Stones in Buenos Aires gegeben und starten im Juni nun ihre Europa Tournee.

Es werden weitere Veranstaltungen folgen, die der 20-jährigen Tango Tradition in Wuppertal die Ehre erweisen.




Zur Geschichte des Tango im Cafe Ada und aktuelles:

Mehmet Dok, Inhaber des Café ADA in der Wuppertaler Wiesenstraße, und Jean Laurent Sasportes, bekannt als Tänzer des Tanztheater Pina Bausch und freischaffender Choreograf, haben den Tango vor 20 Jahren nach Wuppertal gebracht. Die Musik habe Mehmet Dok schon immer fasziniert, vor Jahren schon habe ihn der Film „Sur“, der als jüngerer Schlüsselfilm des politischen Kinos voller Poesie und mit großartiger Tangomusikuntermalung die Liebesgeschichte eines Paares in den verzweifelten politischen Wirren Argentiniens erzählt, tief beeindruckt.

Ende 1995 fanden im Café ADA in unregelmäßigen Rhythmus die ersten Tango-Workshops statt. Sie waren sofort ausgebucht und auch der Tango-Salon am Montag sprach sich schnell herum. Mehmet Dok und Jean Laurent Sasportes spürten: Tango war gefragt in Wuppertal! Über den berühmten Milonguero Tete, den Pina Bausch in Buenos Aires kennen gelernt und als Lehrer für ihre Compagnie engagiert hatte, konnte das Café ADA mit Biki und Muzo ein Tanzlehrerpaar gewinnen, das den ersten professionellen Tango-Unterricht im Café ADA gab.

Aus Zeitgründen suchten Mehmet Dok und Jean Laurent Sasportes schließlich jemanden, der ihnen die Organisation der Tango-Veranstaltungen abnehmen sollte. Mit Carsten Heveling war dieser Jemand schnell gefunden. Ihn hatte nämlich an einem Abend im Café ADA ebenfalls das Tangofieber gepackt, als er den berühmten Tete in Gegenwart von Pina Bausch tanzen sah. Er war gerne bereit, die Tango-Organisation im ADA zu übernehmen und so hielt im Herbst 1996 der argentinische Tango seinen Einzug in Wuppertal. Die Folge waren regelmäßig stattfindende Kurse mit professionellen Lehrerpaaren, Tango-Salons an zwei Abenden in der Woche, zahlreiche kleinere Tango-Veranstaltungen und große Tango-Festivals, deren erstes 1997 in der Stadthalle stattfand und das bis heute jedes Jahr restlos ausverkauft ist.

Inzwischen kann sich Wuppertal nicht ohne Stolz als eine Hochburg des Tangos bezeichnen. Neben Millionenstädten wie Köln und Berlin ist die kleine bergische Stadt sogar für Tänzer aus Paris und anderen europäischen Metropolen ein beliebter Tango-Ort geworden.

Die Tango-Liebe im Cafe ADA ist ungebrochen und um dem 20-jährigen Jubiläum in diesem Jahr gerecht zu werden, plant das Café ADA nun eine Reihe von Sonderveranstaltungen, die mit dem Workshop-Wochenende (16/17 Mai) seinen Anfang nimmt, gefolgt mit der großen Konzert-Milonga: „La Juan D’Arienzo Orchestra“. Am Wochenende 24-26 Juni ist ein „Tango Sin Fin“ (in Zusammenarbeit mit Jelena Ivanovic / Tänzerin und Choreographin aus Essen) geplant. Es ist ein Tangotreffen, für das viele internationale Gäste bereits eingeladen sind. Zusammen mit allen Tango-Begeisterten der Umgebung soll für 2 1/2 Tage der Tanz-Boden des Cafe ADA’s herausgefordert werden.

Am 28.06. findet gleich das nächste große Konzert mit „Amores Tango“ statt, und im Laufe des Jahres werden weitere wunderschöne Veranstaltungen folgen, um die Bedeutung des Tango‘s im Cafe ADA zu herauszustellen, für die Tango-Liebhaber aber auch für die Stadt Wuppertal.

* Das „La Juan D’Arienzo Orchestra“, mit seinen Musikern der neuen Generation, hat sich mit der Idee Ende 2012 formiert, den unvergleichlichen Stil des Komponisten Juan D’Arienzo zu erhalten und umzusetzen. Das 10köpfige Tango-Orchester aus Buenos Aires lädt mit 4 Bandoneones, 3 Violinen, Klavier und Kontrabass zu einer Zeitreise in die 30er/ 40er und 50er Jahre - in die goldene Ära der großen Tango-Orchester. Es ist ein unvergessliches Hör und Tanzerlebnis auf allerhöchstem Niveau.

In allen Kulturen der Welt ist das Verhältnis zwischen Großvater und Enkel etwas Besonderes. Wenn sich dieser Umstand auch musikalisch niederschlägt, dann erleben die Zuhörer gleichfalls etwas Besonderes. Der Enkel Facundo Lázzari spielt nämlich ganz in der Tradition seines Großvaters Carlos Lázzari. Dieser war der erste Bandeónist des Orchesters „Juan Dárienzo“.

Informationen & Kontakt:

Café ADA

Mehmed Dok

tango@cafeada.de